Was wird bei der Firmung gefeiert?

Das Sakrament der Firmung hat sich über die Jahrhunderte stark verändert. Was feiert man dabei eigentlich und steckt hinter dem Ritual?

Für gläubige Christen ist der Geist in der Kirche allgegenwärtig. Im Sakrament der Firmung wird dieser Geist verfestigt und der Firmling noch stärker in die gläubige Gemeinschaft integriert, in der er nun auch aktive Ämter ausüben darf. In Tirol, so wie in vielen anderen katholischen Gebieten, findet sie hauptsächlich zu Pfingsten statt. Im Zentrum des Sakraments steht das Handauflegen und die Salbung durch den Bischof der kirchlichen Gemeinde sowie das Bekenntnis zum aktiven Glauben.

Firmung als Weg zum Herzen

Die heilige Firmung ist eines der christlichen Sakramente, das viele unterschätzen, da sie ihre wahre Bedeutung nicht kennen. In chronologischer Reihenfolge wird sie nach Taufe und Erstkommunion gespendet und ist ein Sakrament, ohne das eine Ehe mit religiösem Ritus nicht geschlossen werden kann. Vor allem aber ist sie die Ausgießung der sieben Gaben des Heiligen Geistes auf jeden, der sie empfängt, ob Kind oder Erwachsener.

Die Konfirmation ist das Sakrament, das es den Gläubigen ermöglicht, den Heiligen Geist in ihr Herz aufzunehmen und seine sieben Gaben zu empfangen: Weisheit, Einsicht, Rat, Kraft, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

Eltern und Paten spielen dabei eine wesentliche Rolle. Ihnen ist es zu verdanken, dass der junge Christ verstehen kann, was es bedeutet, das Sakrament der Konfirmation zu empfangen.

Was ist die wahre Bedeutung von Konfirmation?

Die Konfirmation ist untrennbar mit der Taufe verbunden. Konfirmation, Taufe und Eucharistie bilden laut Papst Franziskus „ein einziges Heilsgeschehen, in dem die Gläubigen in den gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus eingefügt und neue Geschöpfe und Glieder der Kirche werden. Aus diesem Grund wurden diese drei Sakramente ursprünglich in einem einzigen Moment gefeiert. Damit war der Weg der Ausbildung und schrittweisen Eingliederung in die christliche Gemeinschaft besiegelt, der sogar einige Jahre dauern konnte. Wir sind Schritt für Schritt gegangen, zur Taufe, dann zur Firmung und zur Eucharistie“. Im Zentrum steht dabei die Überzeugung, dass Christus in der Firmung die besondere Kraft des Heiligen Geistes gewährt, um den Glauben zu verbreiten und zu verteidigen.

Die Ursprünge des Sakramentes

Zu Beginn hatte die heilige Firmung keinen bestimmten Namen und wurde mit dem Ritus identifiziert, mit dem sie vollzogen wurde, dem Handauflegen. Für eine gewisse Zeit wurde es stattdessen mit dem griechischen Begriff für Siegel, lateinisch signaculum oder consignatio, bezeichnet. Der altlateinische Name dieses Sakramentes ist consignatio, "Konsignation": Er wurde lange Zeit in der lateinischen Liturgie verwendet und ist derjenige, der den sakramentalen Akt am besten und genauesten ausdrückt. Es deutete auf den Komplex der Zeremonien nach der eigentlichen Taufe hin, mit denen der Bischof die Aufnahme des Getauften in die Kirche vollendete und gewissermaßen endgültig machte, indem er ihn mit dem Kreuzzeichen kennzeichnete.

Der in jüngerer Zeit im Westen für dieses Sakrament verwendete Begriff Firmung deutet darauf hin, dass dieses Sakrament die Taufe bestätigt und die Taufgnade stärkt. Dieser Begriff drückt die Wirkung des Sakramentes aus.

Im Griechischen drückt χρῖσμα, chrîsma, sowohl den Akt der Salbung als auch die Materie aus, mit der die Salbung durchgeführt wird. Das Sakrament hat diesen Namen von seinem sichtbarsten Ritus übernommen. Auch im Osten kommt der Name dieses Sakramentes von der Bedeutung, die der Salbungsritus in diesem Sakrament angenommen hat: Es heißt Chrismation, das heißt „Salbung mit Chrisam“, oder Myron, was „Chrisma“ bedeutet.

Das Konfirmationsritual in der katholischen Kirche

Das Sakrament der Firmung ist sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche ein Instrument der Gnade. Eine Gelegenheit für die Gläubigen, um göttliche Hilfe zu bitten, um ihr Leben als Gläubige zu führen. Sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Sakramenten der christlichen Initiation. Mit der Taufe werden die Gläubigen Teil der Kirche und des Volkes Gottes. Die Firmung bestätigt den Gläubigen und seinen Weg im Glauben und darin, Zeuge des Wortes Gottes zu sein. Die Taufe ist das Sakrament der anfänglichen Gabe des Geistes, während das Firmsakrament das Sakrament der Fülle des Geistes mit ihren sieben Gaben ist. Seitdem die Firmung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen üblich geworden ist, ist sie auch ein Übergangsritual: Junge Gläubige werden vollwertige Mitglieder ihrer Gemeinschaft, bekennen sich zu ihrem Glauben und im besten Fall dazu, aktiv Aufgaben in ihrer Gemeinde zu

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